
Juliana von Norwich
Sie ließ sich lebenslang in einen Raum einmauern und wurde durchs Fenster die, zu der ganz Norwich zum Reden kam.
- Lebte
- um 1343 – nach 1416
- Gedenktag
- 8. Mai
- Tradition
- Westkirche
- Verehrung
- In der katholischen Kirche nicht heiliggesprochen; im anglikanischen und lutherischen Kalender am 8. Mai gefeiert, von Katholiken inoffiziell am 13. Mai verehrt
- Patron von
- Kein offizielles Patronat
Mit etwa dreißig überlebte sie eine Krankheit, die sie fast umgebracht hätte; währenddessen sah sie eine Reihe von Visionen. Dann tat sie etwas Radikaleres als die Visionen: Sie ließ sich in einen Raum einschließen.
Die Zelle lag an der St.-Julians-Kirche in Norwich und maß rund neun Quadratmeter. Ein kleines Fenster ging in die Kirche, damit sie den Gottesdiensten folgen konnte. Ein zweites ging auf die Straße. Dort blieb sie bis zum Tod und schrieb über zwanzig Jahre lang immer wieder ein kurzes Buch über das, was sie gesehen hatte — das älteste erhaltene englische Buch von der Hand einer Frau.
Auf das Straßenfenster kommt es an. Sie versteckte sich nicht. Draußen standen die Leute Schlange. Um 1413 kam Margery Kempe nach Norwich, um Rat zu holen, und bekam ihn. Ihr meistzitierter Satz stammt aus diesem Raum: Alles wird gut werden, und alles wird gut werden, und alle Dinge werden gut werden.
- Geboren: Norwich
- Gestorben: Norwich
- Wirkte: Norwich
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