
Teresa von Kalkutta
Sie betete fünfzig Jahre lang durch das Schweigen hindurch und sagte es fast niemandem.
- Lebte
- 1910 – 1997
- Gedenktag
- 5. September
- Tradition
- Westkirche
- Verehrung
- Heiliggesprochen 2016 (katholische Kirche)
- Patron von
- Missionarinnen der Nächstenliebe, Weltjugendtag
1948 verließ sie die Klosterschule, an der sie seit den 1930er Jahren unterrichtet hatte, und ging in einem weißen Baumwollsari in die Slums von Kalkutta. Etwa ein Jahr später verstummte die Gegenwart, der sie ihr Leben lang gefolgt war. Sie blieb still bis zu ihrem Tod 1997 — rund fünfzig Jahre, einmal unterbrochen von etwa vier Wochen im Jahr 1958.
Fast niemand wusste es. Sie schrieb es nur für ihre Beichtväter auf, in Briefen, um deren Vernichtung sie bat. 2007 erschienen sie als Komm, sei mein Licht; sie beschreiben Leere, ein Lächeln, das sie trug, weil man es erwartete, und eine Einsamkeit, die sie niemandem laut sagen konnte, der kam, um sie zu fotografieren.
Sie stand trotzdem auf. Dieselben Stunden vor dem Morgengrauen, dieselben Gebete in dieselbe Stille, dieselben Hände an denselben Sterbenden, fünf Jahrzehnte lang.
Du musst das nicht Heiligkeit nennen. Nenn es, was es schlicht war: jemand, der blieb.
- Geboren: Skopje
- Gestorben: Kolkata
7 · in Wikidata verzeichnete Kirchen — die Karte ist so vollständig wie dieser Eintrag, und der neigt zu Europa