Selah

Seraphim von Sarow

Drei Jahre lang kein Wort, dann ein letztes Jahrzehnt, in dem er jeden Fremden meine Freude nannte.

Lebte
um 1754 – 1833
Gedenktag
2. Januar
Tradition
Ostkirche
Verehrung
1903 von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen
Patron von
Kein offizielles Patronat; verbunden mit dem Kloster Diwejewo, wo seine Reliquien ruhen

Er lebte jahrelang allein in einer Waldhütte beim Kloster Sarow und betete der Überlieferung nach tausend Nächte auf einem Felsen, die Arme erhoben. 1804 schlugen ihn Räuber mit seiner eigenen Axt nieder, im Glauben, ein Einsiedler habe Geld versteckt. Er blieb für immer gebeugt und bat, sie nicht zu bestrafen.

1807 hörte er auf zu sprechen. Nicht weniger — gar nicht, drei Jahre lang, danach weitere Jahre hinter verschlossener Zellentür. Es war kein Schmollen und kein Versteck. Er räumte einen Raum leer.

Als er ihn um 1815 endlich öffnete, kamen sie in Massen: Hunderte am Tag, manche eine Woche zu Fuß. Jeden Einzelnen nannte er meine Freude.

Der Satz, für den man ihn kennt, existiert in einem Dutzend Übersetzungen ohne feste Fassung: Erwirb einen Geist des Friedens, und Tausende um dich her werden ihren finden. Russische Kirchen begehen seinen Tod am 2. Januar nach altem Kalender, was heute auf den 15. Januar fällt.

Wo dieses Leben stattfand
  • Geboren: Kursk
  • Gestorben: Sarov
Kirchen mit diesem Namen

9 · in Wikidata verzeichnete Kirchen — die Karte ist so vollständig wie dieser Eintrag, und der neigt zu Europa

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