Selah

Faustyna Kowalska

Sie füllte sechs Hefte in den Minuten, die sonst niemand wollte, und brachte am Ende alles auf fünf Worte.

Lebte
1905 – 1938
Gedenktag
5. Oktober
Tradition
Westkirche
Verehrung
Seliggesprochen 1993; heiliggesprochen am 30. April 2000 durch Johannes Paul II. (katholische Kirche)
Patron von
Die Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit; Barmherzigkeit; Weltjugendtag 2016

Helena Kowalska nahm den Namen Faustyna an und tat dreizehn Jahre lang die unsichtbarste Arbeit, die ein Kloster zu vergeben hat. Köchin in Warschau. Gärtnerin in Wilna, Gemüse ziehen. Dann, 1937, als die Tuberkulose sie für alles Schwerere zu weit aufgezehrt hatte, die Schwester an der Pforte in Krakau.

Im Juli 1934 trug ihr Beichtvater ihr auf, die Dinge aufzuschreiben. Kein Arbeitszimmer, keine feste Stunde, kein wartender Leser. Zuerst schrieb sie auf lose Blätter, dann in gebundene Hefte, beidseitig — sechs davon, 477 Seiten, fertig in dem Jahr, in dem sie mit dreiunddreißig starb. Irgendwo in der Mitte verrät sie die Methode: Sie nutzte jeden freien Augenblick, so kurz er auch war.

Alles zielt auf einen Satz, den sie im selben Jahr einen Maler unter ein Bild in Wilna schreiben ließ. Jesus, ich vertraue auf Dich.

Sechs Hefte, um bei fünf Worten anzukommen. Das macht das Anhalten mit der Sprache eines Menschen.

Wo dieses Leben stattfand
  • Gestorben: Kraków
  • Geboren: Głogowiec
Kirchen mit diesem Namen

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